Restaurant Blasewitz Historie

Restaurant VillenColonie Blasewitz

Villen Blasewitz

Ein ungewöhnlicher Name, Sie haben recht, aber !
Wir haben diesen Namen ganz bewusst gewählt.

Wir pflegen damit zum Einen das Andenken an Artur-Willibald Königsheim 1816-1886 und seinen Verdienst um Blasewitz, einen Stadtteil von Dresden.
Zum Anderen wollen wir auf das einzigartige Villenviertel als kulturhistorisch und bautechnisch besonders wertvoll hinweisen.

A.W. Königsheim war es, der 1869 einen Waldparkverein gründete und mit ihm zusammen, Blasewitz, im Widerstand zum Spekulantentum, zu einer Villenkolonie mit offener städtebaulicher Struktur umwandelte.

„Nahe der Stadt, in Naturumgebung, bei gesunder Luft und Ruhe“, wurde so das einzigartige Wohnen in Villen, vor allem für wohlhabende und prominente Familien ermöglicht.

In Blasewitz entstand eine europaweit einzigartige Villenkolonie.

Die vorzufindenden Villen mit ihren bautechnischen Besonderheiten sind ein Magnet für Touristen und Insider der Bautechnik und Architektur.
Sie erzählen in den teils herrlichen, parkähnlichen Grundstücken, jede eine eigene Geschichte ihrer Erbauer und Bewohner.

Ganze Familientraditionen sind mit ihnen verbunden.
Mit einem Spaziergang hier, in Blasewitz, unternehmen Sie eine Zeitreise durch die letzten 150 Jahre!

Im Herzen dieser Villenkolonie befindet sich der Waldpark mit ca. 23 ha Fläche.
Durch die Aktiengesellschaft „Waldparkgesellschaft“ wurde weiträumig Grund und Boden erworben, dessen zentraler Teil zum Waldpark gestaltet werden sollte.

Die Randbereiche sollten jedoch als Bauland für eine Villenkolonie parzelliert werden, die höchsten kulturellen Ansprüchen der Zeit entsprach. Mit dem Verkauf der Parzellen wurde die Gestaltung der Parkanlage finanziert.

Deren Planung erfolgte durch den königlichen Hofgärtner Hermann Sigismund Neumann (1823–1880), der auch die Gartenanlagen von Schloss Albrechtsberg gestaltete. Neumanns Entwurf des Waldparks wurde auf der Internationalen Gartenbauausstellung in Hamburg 1870 als der „schönste, bestdurchdachte und -ausgeführte Gartenplan“ prämiert.

Im Jahr 1868 wurde der Plan der Waldparkanlage veröffentlicht.
Nach anfänglich großen Schwierigkeiten waren bereits 1872 alle Baugrundstücke verkauft und 1873 die Umgestaltung zur Parkanlage gemäß Neumanns Plan vollendet.

Ein Jahr später wurden das gesamte Kapital der Waldparkgesellschaft, sowie die Parkfläche in Form einer Stiftung der Gemeinde Blasewitz überschrieben.

In der Stiftungsurkunde wurde die Verpflichtung verankert, den Waldpark im Sinne seiner Gründer „für ewige Zeiten“ zu erhalten.

Nun zur Schreibweise Colonie

Die Schreibweise Colonie stammt aus dem lateinischen: colonia und bezeichnet Ländereien, Ansiedlungen, Niederlassungen, angelehnt an das Verb colere: pflegen, bebauen, zu vergleichen auch mit colonus: Bebauer, Ansiedler

Es ist ein einmaliges Ensemble , dass im Wesentlichen die Kriege und verschiedenen Epochen der vergangenen 150 Jahre überstanden hat und heute mit seinen Fassaden und teils parkähnlichen Grundstücken, europaweit einmalig, in unvergleichlicher Dichte, auf insgesamt 1,45 ha Fläche dem Betrachter Beachtung, Respekt und Bewunderung abverlangt. Um 1900 waren in Blasewitz 774 Häuser registriert, davon 714 Villen!

Wir laden Sie ein, besuchen Sie unser Haus, mitten in dieser einmaligen VillenColonie von Blasewitz und, gehen Sie mit uns auf Enddeckungstour in die Geschichte!

Wir freuen uns auf Sie!

Quellen: Wikipedia
Dieter Prskawetz
Dehido, Blaswitzer

Karl Emil Scherz

Villa Historie

Architekt(* 31. August 1860 in Loschwitz bei Dresden; † 10. Oktober 1945 in Dresden) war ein deutscher Architekt und Ortschronist von Blasewitz.
Scherz wurde 1860 in Loschwitz geboren, seine Familie zog jedoch bereits zwei Jahre später nach Blasewitz. Scherz besuchte die Blasewitzer Dorfschule und die Privatschule von Gustav Moritz Hoffarth und ging später auf die Dresdner Gewerbeschule.

Von 1877 bis 1881 lernte er an der Baugewerkeschule Zittau unter der Leitung von Hermann Knothe-Seeck und ging anschließend als Zimmermann auf Wanderschaft. Erst 1883 kehrte er nach Dresden zurück und studierte an der Dresdner Kunstakademie unter anderem bei Constantin Lipsius und Ernst Hermann. Nach seinem Abschluss als Baumeister folgte 1886 ein zweites Studium an der Technischen Hochschule Charlottenburg.

In Blasewitz eröffnete Scherz 1889 sein eigenes Architekturbüro, im Jahr 1908 wurde ihm der Titel eines Königlichen Baurats verliehen.
Scherz wirkte von 1886 bis 1921 als Architekt, vornehmlich in Loschwitz und Blasewitz. Er schuf insgesamt 35 Wohnhäuser, 24 Villen und einige wenige Kirchen und Kirchenumbauten, wobei die Blasewitzer Heilig-Geist-Kirche zu den ersten Gebäuden des Architekten zählt, dem eine größere Bedeutung zukommt.

Des Weiteren stammen vier Industriebauten, aber auch ein Bankgebäude, ein Speicher und Restaurants von ihm, auch 21 Grabmäler gehen auf Scherz zurück. Das Aussehen von Blasewitz wurde wesentlich durch seine Gestaltung geprägt. Bei den wichtigsten Projekten übernahm Karl Emil Scherz selbst die Bauleitung seiner meist im historisierenden Stil entstandenen Bauten. Als er um 1900 mit dem Jugendstil konfrontiert wurde, begann er beide Stile miteinander zu verbinden.
Sein Grab befindet sich auf dem Johannisfriedhof in Dresden-Tolkewitz.

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