Historisches Dresden Hotel Restaurant

Dresden Blasewitz das historische Villenviertel

Geschichte Blasewitz

Arthur Willibald Königsheim

(* 18. März 1816 in Dresden; † 17. März 1886 in Blasewitz bei Dresden)

Durch Unterstützung von Verwandten genoss Königsheim eine gute Schulbildung. Mit 14 wurde er zwei Jahre lang Schreiber eines Advokaten und konnte anschließend von 1832 bis 1837 die Fürstenschule Grimma besuchen. Dort vorgebildet studierte er daraufhin in Leipzig Rechtswissenschaften.

Nach juristischen Anstellungen in Radeberg und Zwickau war er von 1857 bis 1884 Beamter in Dresden, insbesondere Geheimer Regierungsrat im Sächsischen Innenministerium.

Königsheim war seit 1844 mit Clara Graf verheiratet. Auf den Rat von Ärzten zog die Familie 1863 aufs Land, damit der dritte Sohn Johannes Alfons Eusebius dort genesen konnte. Zu diesem Zweck hatte Königsheim 1862 den Architekten Theodor Lehnert mit dem Bau einer Villa am Rande des Waldstücks Blasewitzer Tännicht im wenig besiedelten Dresdner Vorort Blasewitz beauftragt. Schon zu dieser Zeit kam ihm die Idee zur Schaffung einer Wohnkolonie mit einem Waldpark, die er bis zum Ende des Jahrzehnts so weit vorantrieb, dass 1868 ein Plan der Waldparkanlage veröffentlicht werden konnte und bereits 1872 alle angrenzenden Baugrundstücke verkauft waren.

Königsheim Historie

Arthur Willibald Königsheim starb am 17. März 1886, dem Vortag seines siebzigsten Geburtstags, und wurde auf dem Tolkewitzer Johannisfriedhof beerdigt. Nach dem Tod des Vaters führte Johannes Alfons Eusebius Königsheim (1854–1928) dessen Bemühen um die Waldparkstiftung fort.

Die nordwestlich des Blasewitzer Waldparks gelegene Villa Königswald ist heute ein eingetragenes Kulturdenkmal. Seit 2003 erinnert eine Gedenktafel an ihren früheren Bewohner. Der nach ihm benannte Königsheimplatz liegt in der Nähe der südwestlichen Ecke des Waldparks.

Quelle: Auszüge Wikipedia

Architekt Blasewitz

Karl Emil Scherz auf einer Fotografie von James Aurig

(* 31. August 1860 in Loschwitz bei Dresden; † 10. Oktober 1945 in Dresden) war ein deutscher Architekt und Ortschronist von Blasewitz.

Scherz wurde 1860 in Loschwitz geboren, seine Familie zog jedoch bereits zwei Jahre später nach Blasewitz. Scherz besuchte die Blasewitzer Dorfschule und die Privatschule von Gustav Moritz Hoffarth und ging später auf die Dresdner Gewerbeschule. Von 1877 bis 1881 lernte er an der Baugewerkeschule Zittau unter der Leitung von Hermann Knothe-Seeck und ging anschließend als Zimmermann auf Wanderschaft. Erst 1883 kehrte er nach Dresden zurück und studierte an der Dresdner Kunstakademie unter anderem bei Constantin Lipsius und Ernst Hermann. Nach seinem Abschluss als Baumeister folgte 1886 ein zweites Studium an der Technischen Hochschule Charlottenburg. In Blasewitz eröffnete Scherz 1889 sein eigenes Architekturbüro, im Jahr 1908 wurde ihm der Titel eines Königlichen Baurats verliehen.

Villen Viertel Dresden Blasewitz

Scherz wirkte von 1886 bis 1921 als Architekt, vornehmlich in Loschwitz und Blasewitz. Er schuf insgesamt 35 Wohnhäuser, 24 Villen und einige wenige Kirchen und Kirchenumbauten,[2] wobei die Blasewitzer Heilig-Geist-Kirche zu den ersten Gebäuden des Architekten zählt, dem eine größere Bedeutung zukommt.[2] Des Weiteren stammen vier Industriebauten, aber auch ein Bankgebäude, ein Speicher und Restaurants von ihm, auch 21 Grabmäler gehen auf Scherz zurück. Das Aussehen von Blasewitz wurde wesentlich durch seine Gestaltung geprägt. Bei den wichtigsten Projekten übernahm Karl Emil Scherz selbst die Bauleitung seiner meist im historisierenden Stil entstandenen Bauten. Als er um 1900 mit dem Jugendstil konfrontiert wurde, begann er beide Stile miteinander zu verbinden.

Sein Grab befindet sich auf dem Johannisfriedhof in Dresden-Tolkewitz.

Quelle: Auszüge Wikipedia

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen. Weiterlesen …